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Bund der Antifaschistinnen und AntifaschistenLandesvereinigung Nordrhein-Westfalen
1. Mai 2026
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1. Mai 2026
Die Einladung zu der Veranstaltung finden Sie hier.
29. April 2026
Obdachlose und suchtkranke Menschen sollen von der Stadtmitte an den Rand der Stadt verdrängt werden, fordert die AfD in Düsseldorf. Nachdem die Bergische Kaserne nicht mehr infrage kommt, schlagen sie das Hafengebiet in Reisholz vor. Die AfD bediene damit sich an „Versatzstücken der NS-Ideologie“, heißt es von Düsseldorfer Straßenmagazin Fiftyfifty.
Etwa 40 AfDler spazierten unter dem Motto „Müll, Gewalt und Drogen“ zur Ortsbesichtigung der bekannten Brennpunkte. Bereits ab dem Nachmittag formte sich energischer Protest auf dem Worringer Platz. Das Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ hatte dazu aufgerufen.
In einem aufgebauten Käfig am Worringer Platz versammelten sich Menschen, die ehemals suchtkrank oder obdachlos waren. Aus dem „Freiluftgehege“ sprach Gisa zu den Anwesenden. Die AfD nehme sich heraus, sie wie ein Tier im Zoo zu behandeln, kritisierte sie den geplanten Rundgang. An das Gitter des Käfigs hatten die Aktiven Bananen gehängt. „Wir lassen uns nicht zum Affen machen“, stand auf einem Banner.
Die an dem AfD-Rundgang Teilnehmenden genossen massiven Polizeischutz. Bereits vor der ersten geplanten Station, der Zentralbibliothek beendete eine Sitzblockade jedoch den Rundgang. Dort beteiligten sich noch mehr Demonstrierende. Die „Omas gegen Rechts“ waren ebenso vor Ort wie die Gewerkschaft verdi das Forum Freies Theater (FFT).
Später gab es im Bürgerhaus Bilk eine weitere Veranstaltung. Dorthin hatte der AfD-Kreisverband Düsseldorf die Landtagsabgeordnete Lena Kotré aus Brandenburg eingeladen. Sie ist eine Vertreterin der sogenannten Remigration.
Zu den menschenverachtenden Vorschlägen der AfD erklärte Oliver Ongaro, Streetworker beim Straßenmagazin Fiftyfifty: „Was wir brauchen, sind gute Konzepte – und das geht nur zusammen.“
Falk Mikosch – Landessprecher VVN-BdA NRW




23. April 2026
Am 02.03.2026 um 14:45 schrieb das Russische Generalkonsulat an die VVN-BdA NRW:
„Ab 2026 wird am 19. April in Russland der Tag des Gedenkens an die Opfer des Völkermordes an dem sowjetischen Volk durch die Nazis und ihre Helfershelfer während des Großen Vaterländischen Krieges begangen. – In diesem Zusammenhang führte das Generalkonsulat der Russischen Föderation in Bonn am 19. April 2026, um 11:00, eine Kranzniederlegungszeremonie auf dem „Russenfriedhof“ in Bergkamen (Pantenweg 36, 59192 Bergkamen) durch.
Auf dieser Grabstätte ruhen die Überreste von Bürgern der UdSSR – Zwangsarbeitern, die während des zweiten Weltkrieges unter unmenschlichen Bedingungen in den Kohlebergwerken von Bergkamen gearbeitet haben. Mehr als 100 von ihnen sind infolge des Grubenunglücks vom September 1944 auf der Zeche „Grimberg 3/4“ ums Leben gekommen.
Für die VVN-BdA sprach Christa Bröcher Worte des Gedenkens. Unter anderem sagte sie:
„Gedenken bedeutet für uns, den Opfern des Naziregimes, den Verschleppten, Misshandelten, Erniedrigten, oft schlimmer als Vieh Behandelten ihre menschliche Würde wiederzugeben, ihren Widerstand, den sie mit ihren Leben bezahlten, nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und ihr Andenken zu ehren…. Immer noch wissen zu wenige Menschen, was Faschismus an der Macht bedeutet. Denn die offizielle Gedenkkultur ist auch eine Geschichte des Vergessens, des Nicht-Erwähnens, des Auslassens von unliebsamen Fakten:… So dass 27 Millionen die Völker der Sowjetunion beklagen mussten! … Dem Vormarsch der Roten Armee Richtung Westen und dem der US- amerikanischen Armee nach Osten verdanke ich, dass ich meinen Großvater Toni Melchers noch kennenlernen durfte. Am 29.6.1947 verstarb er viel zu früh an den Folgen der erlittenen Haft und des Todesmarsches. … Für die VVN/BdA und für viele Initiativen und Organisationen, mit denen wir zusammenarbeiten, kann ich sagen. Wir werden keinen Schlussstrich unter Erinnerung und Gedenken ziehen Denn: Die Vergangenheit ist erst dann bewältigt, wenn die Ursachen für diese Vergangenheit bewältigt sind. Und davon sind wir weiter denn je entfernt.“
Aus ANTIFA Nov/Dez. 2024:
Sehr persönlich gehaltene Kurzbiografien von Ermordeten haben Hannelore Tölke und Dimitry Kostovarov in „Zur Erinnerung nach 80 Jahren“ (Dortmund, Eigenverlag und Alldeutsche Kriegsopferdaten Memorial e.V.) zusammengefasst. Sie schrieben u.a. über ein weiteres Grubenunglück und über ihre Forschungen:
Die sowjetischen Bürger Michail G. Kondakow (23 J.), Pjotr A. Ponomarenko (27 J.), Sejnal S. Aliew (46 J.) , Gawriiil F. Wasilatij (32 J.) und Alexandr P. Solotow (29 J.) hatten als Soldaten am Kampf für die Befreiung ihrer Heimat und Europas vom Faschismus teilgenommen. Ihre Schicksale werden im Heft von Tölke und Kostovarov geschildert. Als Sklavenarbeiter kamen sie beim Grubenunglück am 3. April 1944 auf der Zeche Sachsen in Hamm-Heesen ums Leben. Nur die 56 deutschen Opfer wurden bisher geehrt, nicht aber 113 verunglückte Zwangsarbeiter, zwölf Zivilarbeiter und 96 sowjetischen kriegsgefangenen Bergleute sowie die genannten Fünf. Weitere Namen werden in einer anderen Broschüre genannt. Und zwar stellvertretend für 3,3 Millionen sowjetische Kriegsgefangene, die in Deutschland ums Leben kamen, an Hunger, Krankheiten, Misshandlungen starben. 1,7 Millionen haben überlebt. – Dazu schrieb Hannelore Tölke:
Das Gedenkbuch findet sich unter folgendem Link https://kriegsopferdaten.de/category/gedenkbuch/
23. April 2026
Die Kreisvereinigung Neuss der VVN-BdA richtet alljährlich am 1. Mai eine Gedenkveranstaltung zu Ehren der Neusser Widerstandskämpfer:innen gegen den Hitler-Faschismus aus. Auch in diesem Jahr findet eine Gedenkveranstaltung auf dem Neusser Friedhof an der Rheydter Strasse statt. Treffen ist um 09:00 Uhr am Haupteingang des Friedhofs. Von dort aus gehen alle gemeinsam zu den Gräbern von Hermann Düllgen und August Höhfeld, wo die Gedenkfeier stattfindet.
Die Einladung zu der genannten Veranstaltung finden Sie hier.
22. April 2026
Hier noch einige Fotos von der Veranstaltung am Wenzelnberg in Langenfeld:





20. April 2026
Mahnmal Wenzelnberg, Wenzelnbergschlucht

Am 13. April 1945 wurden am Wenzelnberg in Langenfeld 71 Häftlinge von der Gestapo ermordet. Sie kamen aus den Gefängnissen Remscheid-Lüttringhausen und dem Wuppertaler Gefängnis Bendahl. Ihre Ermordung erfolgte auf Befehl des Generalfeldmarschals Model.
Ausrichter der Gedenkfeier sind die Städte Remscheid, Solingen, Langenfeld, Leichlingen, Leverkusen und Wuppertal. Jedes Jahr ist eine andere dieser Städte zuständig. Diesmal war es die Stadt Langenfeld.
Alexandra Mehdi, die für die VVN-BdA sprach, wies in ihrem Beitrag darauf hin, dass viele der Täter sich auf den Befehlsnotstand beriefen. Man habe dem, was das System verlangte, nur „pflichtgemäß“ folge geleistet.
Der Solinger Widerstandskämpfer Karl Bennert schilderte in seinem Schlussbericht für die amerikanische Untersuchungskommission schon im Mai 1945, wie dies Pflichterfüllung aussah:
„Es gab kein Zögern, keine Verweigerung. Mit Genickschuss wurden alle 71 Häftlinge kaltblütig getötet“.
Keiner der über 80 Täter wurde je verurteilt.
Gerold Wenzens, Bürgermeister der Stadt Langenfeld eröffnete die Gedenkfeier. Berührend war der Musikalische Beitrag des Gemeinschafts-Chors Langenfelder Kinder- und Jugendchor (Lakijuc) und des AWO-Chors.
Schülerinnen und Schüler des Konrad-Adenauer-Gymnasiums trugen unter dem Motto: „Gemeinsam erinnern und Verantwortung tragen – Nie wieder leise!“ mit einer eindrucksvollen Darstellung die Namen der Mordopfer vor. Immer noch sind die Namen von drei der Ermordeten nicht bekannt.
„Wenn wir Nie wieder ist jetzt ernst meinen, dann handeln wir jetzt. Wir widersprechen und zeigen Haltung. Denn Demokratie stirbt nicht von einem auf den anderen Moment“, so Alexandra Mehdi weiter in ihrem Beitrag.
Gegen Ende der sehr gut besuchten Gedenkfeier erfolgte die Kranzniederlegung zur Ehrung der Opfer und gemeinsam wurde das Moorsoldatenlied gesungen.
Falk Mikosch – Landessprecher VVN-BdA Nrw
Die Rede von Alexandra Mehdi finden Sie hier.
Einen weiteren Bericht von Jochen Vogler und weitere Bilder finden Sie auf folgender Seite:
https://r-mediabase.eu/gedenkfeier-wenzelnberg-2026/

17. April 2026
Aktuelle Hinweise zu Kulturellen Veranstaltungen im Mai 2026 finden Sie hier.
Detaillierte Informationen erhalten Sie jeweils nach Anklicken der Überschrift.
14. April 2026
Das Generalkonsulat der Russischen Föderation hat die Landesvereinigung der VVN-BdA NRW e.V. zur Gedenkveranstaltung am 19.4.26, um 11:00 Uhr, auf den „Russenfriedhof“ Pantenweg 36 in 59192 Bergkamen, eingeladen.
Auf dem sogenannten Russenfriedhof haben 147 Zwangsarbeiter, darunter viele Jugendliche, Frauen und Männer ihre letzte Ruhestädte gefunden. Allein 113 Zwangsarbeiter kamen beim Grubenunglück am 3. April 1944 auf der Zeche Sachsen in Hamm-Heesen ums Leben. Ihnen und stellvertretend der 3,3 Millionen sowjetische Kriegsgefangenen, die in Deutschland ums Leben kamen, an Hunger, Krankheiten, Misshandlungen starben, wollen wir gedenken.
Für die VVN-BdA wird Christa Bröcher ein Grußwort sprechen.
Falk Mikosch | Silvia Rölle
Landessprecher*in VVN-BdA Nordrhein-Westfalen