Tag des Gedenkens an die sowjetischen Opfer von Krieg und Faschismus

23. April 2026

Bericht der diesjährigen Gedenkfeier vom Russenfriedhof Bergkamen

Am 02.03.2026 um 14:45 schrieb das Russische Generalkonsulat an die VVN-BdA NRW:
Ab 2026 wird am 19. April in Russland der Tag des Gedenkens an die Opfer des Völkermordes an dem sowjetischen Volk durch die Nazis und ihre Helfershelfer während des Großen Vaterländischen Krieges begangen. – In diesem Zusammenhang führte das Generalkonsulat der Russischen Föderation in Bonn am 19. April 2026, um 11:00, eine Kranzniederlegungszeremonie auf dem „Russenfriedhof“ in Bergkamen (Pantenweg 36, 59192 Bergkamen) durch.

Auf dieser Grabstätte ruhen die Überreste von Bürgern der UdSSR – Zwangsarbeitern, die während des zweiten Weltkrieges unter unmenschlichen Bedingungen in den Kohlebergwerken von Bergkamen gearbeitet haben. Mehr als 100 von ihnen sind infolge des Grubenunglücks vom September 1944 auf der Zeche „Grimberg 3/4“ ums Leben gekommen.

Für die VVN-BdA sprach Christa Bröcher Worte des Gedenkens. Unter anderem sagte sie:

„Gedenken bedeutet für uns, den Opfern des Naziregimes, den Verschleppten, Misshandelten, Erniedrigten, oft schlimmer als Vieh Behandelten ihre menschliche Würde wiederzugeben, ihren Widerstand, den sie mit ihren Leben bezahlten, nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und ihr Andenken zu ehren…. Immer noch wissen zu wenige Menschen, was Faschismus an der Macht bedeutet. Denn die offizielle Gedenkkultur ist auch eine Geschichte des Vergessens, des Nicht-Erwähnens, des Auslassens von unliebsamen Fakten:… So dass  27 Millionen die Völker der Sowjetunion beklagen mussten! … Dem Vormarsch der Roten Armee Richtung Westen und dem der US- amerikanischen Armee nach Osten verdanke ich, dass ich meinen Großvater Toni Melchers noch kennenlernen durfte. Am 29.6.1947 verstarb er viel zu früh an den Folgen der erlittenen Haft und des Todesmarsches. … Für die VVN/BdA und für viele Initiativen und Organisationen, mit denen wir zusammenarbeiten, kann ich sagen. Wir werden keinen Schlussstrich unter Erinnerung und Gedenken ziehen Denn: Die Vergangenheit ist erst dann bewältigt, wenn die Ursachen für diese Vergangenheit bewältigt sind. Und davon sind wir weiter denn je entfernt.“

Aus ANTIFA Nov/Dez. 2024: 

Sehr persönlich gehaltene Kurzbiografien von Ermordeten haben Hannelore Tölke und Dimitry Kostovarov in „Zur Erinnerung nach 80 Jahren“ (Dortmund, Eigenverlag und Alldeutsche Kriegsopferdaten Memorial e.V.) zusammengefasst. Sie schrieben u.a. über ein weiteres Grubenunglück und über ihre Forschungen:
Die sowjetischen Bürger Michail G. Kondakow (23 J.), Pjotr A. Ponomarenko (27 J.), Sejnal S. Aliew (46 J.) , Gawriiil F. Wasilatij (32 J.) und Alexandr P. Solotow (29 J.) hatten als Soldaten am Kampf für die Befreiung ihrer Heimat und Europas vom Faschismus teilgenommen. Ihre Schicksale werden im Heft von Tölke und Kostovarov geschildert. Als Sklavenarbeiter kamen sie beim Grubenunglück am 3. April 1944 auf der Zeche Sachsen in Hamm-Heesen ums Leben. Nur die 56 deutschen Opfer wurden bisher geehrt, nicht aber 113 verunglückte Zwangsarbeiter, zwölf Zivilarbeiter und 96 sowjetischen kriegsgefangenen Bergleute sowie die genannten Fünf. Weitere Namen werden in einer anderen Broschüre genannt. Und zwar stellvertretend für 3,3 Millionen sowjetische Kriegsgefangene, die in Deutschland ums Leben kamen, an Hunger, Krankheiten, Misshandlungen starben. 1,7 Millionen haben überlebt. – Dazu schrieb Hannelore Tölke:
Das Gedenkbuch findet sich unter folgendem Link https://kriegsopferdaten.de/category/gedenkbuch/

1. Mai – Ehrung Neusser Widerstandskämpfer:innen

23. April 2026

Die Kreisvereinigung Neuss der VVN-BdA richtet alljährlich am 1. Mai eine Gedenkveranstaltung zu Ehren der Neusser Widerstandskämpfer:innen gegen den Hitler-Faschismus aus. Auch in diesem Jahr findet eine Gedenkveranstaltung auf dem Neusser Friedhof an der Rheydter Strasse statt. Treffen ist um 09:00 Uhr am Haupteingang des Friedhofs. Von dort aus gehen alle gemeinsam zu den Gräbern von Hermann Düllgen und August Höhfeld, wo die Gedenkfeier stattfindet.

Die Einladung zu der genannten Veranstaltung finden Sie hier.

Fotos Gedenkfeier Wenzelnberg – 19.04.2026

22. April 2026

Hier noch einige Fotos von der Veranstaltung am Wenzelnberg in Langenfeld:

Alexandra Mehdi – VVN-BdA Solingen

Bericht Gedenkfeier Wenzelnberg – 19.04.2026

20. April 2026

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Gedenken am Wenzelnberg 2026

Keiner der über 80 Täter wurde je verurteilt

Gedenkfeier für die ermordeten Häftlinge am Wenzelnberg in Langenfeld

Am 13. April 1945 wurden am Wenzelnberg in Langenfeld 71 Häftlinge von der Gestapo ermordet. Sie kamen aus den Gefängnissen Remscheid-Lüttringhausen und dem Wuppertaler Gefängnis Bendahl. Ihre Ermordung erfolgte auf Befehl des Generalfeldmarschals Model.
Ausrichter der Gedenkfeier sind die Städte Remscheid, Solingen, Langenfeld, Leichlingen, Leverkusen und Wuppertal. Jedes Jahr ist eine andere dieser Städte zuständig. Diesmal war es die Stadt Langenfeld.
Alexandra Mehdi, die für die VVN-BdA sprach, wies in ihrem Beitrag darauf hin, dass viele der Täter sich auf den Befehlsnotstand beriefen. Man habe dem, was das System verlangte, nur „pflichtgemäß“ folge geleistet.
Der Solinger Widerstandskämpfer Karl Bennert schilderte in seinem Schlussbericht für die amerikanische Untersuchungskommission schon im Mai 1945, wie dies Pflichterfüllung aussah:
„Es gab kein Zögern, keine Verweigerung. Mit Genickschuss wurden alle 71 Häftlinge kaltblütig getötet“.
Keiner der über 80 Täter wurde je verurteilt.
Gerold Wenzens, Bürgermeister der Stadt Langenfeld eröffnete die Gedenkfeier. Berührend war der Musikalische Beitrag des Gemeinschafts-Chors Langenfelder Kinder- und Jugendchor (Lakijuc) und des AWO-Chors.
Schülerinnen und Schüler des Konrad-Adenauer-Gymnasiums trugen unter dem Motto: „Gemeinsam erinnern und Verantwortung tragen – Nie wieder leise!“ mit einer eindrucksvollen Darstellung die Namen der Mordopfer vor. Immer noch sind die Namen von drei der Ermordeten nicht bekannt.
„Wenn wir Nie wieder ist jetzt ernst meinen, dann handeln wir jetzt. Wir widersprechen und zeigen Haltung. Denn Demokratie stirbt nicht von einem auf den anderen Moment“, so Alexandra Mehdi weiter in ihrem Beitrag.
Gegen Ende der sehr gut besuchten Gedenkfeier erfolgte die Kranzniederlegung zur Ehrung der Opfer und gemeinsam wurde das Moorsoldatenlied gesungen.

Falk Mikosch – Landessprecher VVN-BdA Nrw

Die Rede von Alexandra Mehdi finden Sie hier.

Einen weiteren Bericht von Jochen Vogler und weitere Bilder finden Sie auf folgender Seite:
https://r-mediabase.eu/gedenkfeier-wenzelnberg-2026/

Alexandra Mehdi spricht für die VVN-BdA

Kulturelle Veranstaltungen im Mai 2026

17. April 2026

Aktuelle Hinweise zu Kulturellen Veranstaltungen im Mai 2026 finden Sie hier.
Detaillierte Informationen erhalten Sie jeweils nach Anklicken der Überschrift.

Russenfriedhof Bergkamen

14. April 2026

Gedenkveranstaltung am 19.04.2026

Das Generalkonsulat der Russischen Föderation hat  die Landesvereinigung der VVN-BdA NRW e.V. zur Gedenkveranstaltung am 19.4.26, um 11:00 Uhr, auf den „Russenfriedhof“ Pantenweg 36 in 59192 Bergkamen, eingeladen.

Auf dem sogenannten Russenfriedhof haben 147 Zwangsarbeiter, darunter viele Jugendliche, Frauen und Männer ihre letzte Ruhestädte gefunden. Allein 113 Zwangsarbeiter  kamen beim Grubenunglück am 3. April 1944 auf der Zeche Sachsen in Hamm-Heesen ums Leben. Ihnen und stellvertretend der 3,3 Millionen sowjetische Kriegsgefangenen, die in Deutschland ums Leben kamen, an Hunger, Krankheiten, Misshandlungen starben, wollen wir gedenken.

Für die VVN-BdA wird Christa Bröcher ein Grußwort sprechen.

Falk Mikosch | Silvia Rölle
Landessprecher*in VVN-BdA Nordrhein-Westfalen

Gedenkfeier Wenzelnberg am 19.04.2026

3. April 2026

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am 13. April 1945 wurden am Wenzelnberg in Langenfeld 71 Häftlinge von den Nationalsozialisten ermordet. Am Sontag, 19. April 2026 | 11.00 Uhr findet zur Erinnerung an die Opfer eine Gedenkfeier am Mahnmal Wenzelnberg statt.

Für die VVN-BdA wird Alexandra Mehdi (VVN-BdA, Solingen) sprechen.

Den Flyer mit der Einladung zu der Veranstaltung finden Sie hier.

Bundesvereinigung der VVN-BdA unterzeichnet den Berliner Appell

1. April 2026

Die bundesweite Initiative „Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder!“ informierte darüber, dass der Bundesverband der VVN-BdA den Berliner Appell unterzeichnet hat. Die VVN-BdA Landesvereinigung NRW freut sich sehr darüber, dass der Beschluss des Bundesausschusses v. 24.1. und 25.1.26 endlich umgesetzt wurde. Die Landesvereinigung NRW und viele der NRW- Kreisvereinigungen hatte schon vor langer Zeit den Berliner Appell unterzeichnet und auch ihre Mitglieder aufgefordert den Berliner Appell zu unterzeichnen. Die vielen Kriege machen deutlich, dass wir noch stärker für Frieden kämpfen müssen.

Hier die Mitteilung der Initiative „ Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder!“:

Die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“, welche 1947 von überlebenden Widerstandskämpfer*innen und Verfolgten des Naziregimes aller politischen Richtungen gegründet wurde, hat auf ihrer Bundesausschusssitzung am 24./25.01. beschlossen, den Berliner Appell zu unterzeichnen. Bereits mit dem Beschluss ihres Leitantrages „Unsere Aufgaben 2026“ des außerordentlichen Bundeskongresses im Oktober 2025 erklärten die Antifaschist*innen:

„Mit Entsetzen erleben wir eine Welt voll grausamer Kriege. Statt diplomatische Bemühungen zu intensivieren, werden Großmachtfantasien beflügelt, nutzt die Bundesregierung den Überfall auf die Ukraine für ein gigantisches Aufrüstungsprogramm der Bundeswehr zulasten aller Bürger*innen der BRD. Mit Zustimmung der Bundesregierung sollen ab 2026 erneut US-Erstschlagswaffen stationiert werden, was die Aufrüstung auf allen Seiten befördert, die Spannungen erhöht und Deutschland zur strategischen Zielscheibe macht.“

Auch zahlreiche Landes- und Kreisvereinigungen der VVN-BdA unterstützen den Berliner Appell gegen neue Mittelstreckenwaffen und für eine friedliche Welt.

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26. Februar 2026

Die Ausgaben des aktuellen Jahres 2026 werden an dieser Stelle aufgelistet. Nach Anklicken der jeweiligen Ausgabe wird das entsrechende Dokument als pdf-Datei geöffnet.

Ausgabe Januar/Februar 2026.

Ausgabe März/April 2026.

antifa online

25. Februar 2026

Magazin der VVN-BdA

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Die Zeitschrift „antifa“ erscheint zweimonatlich sowohl in gedruckter Form als auch online unter folgender URL: https://antifa.vvn-bda.de/

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