Profaschistische Tendenzen noch entschiedener bekämpfen

23. Juni 2019

Keine Stimme der AfD“ – das ist vor wir nach der Wahl zum EU-Parlament vordringlich. Das erklärte Landessprecher Falk Mikosch auf der Geschäftsführenden Landesausschusssitzung der VVN-BdA NRW am 17. Juni in Oberhausen. Es wurde dies Erklärung verabschiedet:

34,3 Prozent für die rechtspopulistische Lega in Italien, 23,3 Prozent für Marine Le Pen mit ihrer Partei Rassemblement National in Frankreich, 52 Prozent für die Fidesz-Partei von Viktor Orban in Ungarn, in Brandenburg wird die AfD mit 19,9 Prozent und in Sachsen mit 25,3 Prozent stärkste Partei. In Berlin erzielte die AfD in Marzahn-Hellersdorf 19 Prozent. Dieser rechte Durchmarsch bezeugt die spürbare Zunahme reaktionärer Tendenzen, und das, obwohl die Wahlbeteiligung so hoch war wie seit langem nicht mehr.

Vor den Wahlen war ein Erdrutsch nach rechts angekündigt worden und nun gibt man sich erleichtert, dass diese Parteien „nur“ 171 (23 % von 751) Sitze im EU-Parlament erhalten werden. Profaschistische Tendenzen noch entschiedener bekämpfen weiterlesen »

hma-meldungen 13-2019

23. Juni 2019

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Demo gegen geplante Moschee in Leverkusen

Leverkusen. Unter dem Motto „Ja zum Grundgesetz, Nein zur Scharia!“ soll am Samstag, den 29.Juni, eine Demonstration gegen „die geplante Prunkmoschee mit Kuppel und Minarett“ – so der Aufruf – in Leverkusen stattfinden. Beginnen soll die Demonstration um 11 Uhr auf der Kalkstraße. Beworben wird die Demonstration unter anderem auf der einschlägig rechten Internetseite „Journalistenwatch“ (hma).

 

GfP-Kongress im Alpenvorland

Alpenvorland. Am 31.August und 1.September will die extrem rechte „Gesellschaft für freie Publizistik“ (GfP) ihren nächsten Kongress in einem „Hotel im idyllischen Alpenvorland“ durchführen. Damit wolle man es den Teilnehmern aus Süddeutschland und Österreich ermöglichen, „ohne allzu lange Anfahrtswege“ die diesjährige Jahrestagung zu besuchen. Die Tagung findet unter dem Motto „30 Jahre nach dem Mauerfall – Aufstand der Völker Europas gegen Brüssel?“ statt. Als Referenten angekündigt werden der Verleger Dr. Gert Sudholt (Druffel & Vowinckel), der Kopp-Verlag-Autor Peter Orzechowski, der Landtagsabgeordnete Andre Poggenburg vom „Aufbruch deutscher Patrioten“ (AdP), der Stadtrat der Bürgerbewegung „Pro Chemnitz“, Rechtsanwalt Martin Kohlmann, sowie der Publizist Dr. Dirk Bavendamm. Die „Ulrich-von-Hutten-Medaille“ der GfP wird in diesem Jahr an Dr. Fred Duswald verliehen. Der frühere Unternehmer war langjähriger Autor der mittlerweile eingestellten Zeitschrift „Die Aula“. Zu Beginn der Tagung wird eine „Bücherschau mit Lesungen“ stattfinden. Die Jahreshaupt-versammlung der GfP wird bereits am Abend des 30.August durchgeführt (hma).

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hma-meldungen 12-2019

6. Juni 2019

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AfD-„Bürgerdialog“ in Troisdorf

Troisdorf (Rhein-Sieg-Kreis). Die AfD-Fraktion im Bundestag will am Dienstag, den 18.Juni, einen „Bürgerdialog“ in Troisdorf veranstalten. Dieser soll von 19 bis 21.30 Uhr in der Troisdorfer Stadthalle stattfinden. Als Redner angekündigt werden Martin E. Renner, Medienpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Kay Gottschalk, Finanzpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, und Jörg Schneider, Mitglied im Bundestagsausschuss Arbeit und Soziales / Gesundheit. Letzterer ist Alter Herr der Hamburger Burschenschaft Germania (hma).

 

IBD-Demo in Halle

Halle/Saale. Die extrem rechte Identitäre Bewegung will am 20.Juli in Halle an der Saale demonstrieren. Unter dem Motto „Europa verteidigen! Es bleibt unsere Heimat“ will man sich um 12 Uhr vor dem Bahnhof der Stadt versammeln. Die identitäre Bewegung ist vor Ort bereits mit dem Projekt „Kontrakultur“ vertreten (hma).

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Von der Demo der 45.000 in Köln

1. Juni 2019

Beteiligung der VVN-BdA in Köln. (Foto: Schramm)

Die Europäische Union braucht einen Politikwechsel

Pia Klemp, Kapitänin der „Sea Watch 3“, die mit ihrer Crew mehr als 1000 Flüchtlinge gerettet hat und sich nun in Italien gegen den Vorwurf der „Beihilfe zur illegalen Einwanderung“ wehren muss, sagte lt. Kölner Stadtanzeiger auf der großen Manifestation am 19. Mai: „Die Rettung von Menschen ist eine Pflicht und gewiss kein Verbrechen. Mit jedem Ertrinkenden ertrinkt die Würde jedes Europäers.“ Andere Redner kritisierten die militärische Aufrüstung, den unzureichenden Klimaschutz, Umverteilung und Ungleichheit. „Wir kämpfen für ein soziales Europa“, so Katharina von Hebel (Betriebsrätin bei Ford), die für den DGB und das Bündnis „Köln stellt sich quer“ redete. Es sei wichtig, zur Wahl zu gehen, damit Rechtspopulisten und Nationalisten das gelebte Europa nicht kaputt machen. Klar sei aber, dass noch viele Fortschritte erstritten werden müssen. (Fundstelle: Kölner Stadtanzeiger 20. Mai 2019)
Linke Stimmen des Herumgenörgelns an den 45.000, die in Köln demonstrierten, an den 150.000 im ganzen Land waren leider auch zu vernehmen. Wir von der VVN-BdA waren dabei. Auch für uns hat unser Kamerad Joachim Schramm, Geschäftsführer der DFG / VK NRW, gesprochen. Auch jene mit den Illusionen über die EU hatten den Gedanken der Abrüstung mit in ihren Texten. Niemand, der nicht für einen Politikwechsel sprach. Wir waren sehr zufrieden mit dieser Massenaktion. Ach ja, ein oder zwei Freunde waren auch da, die verteilten Flugblätter, auf denen wir als „Jubelperser“ bezeichnet wurden. „Freidenker“ stand im Impressum. Bedauerlich. Hier die Rede von Joachim Schramm. Von der Demo der 45.000 in Köln weiterlesen »

hma-meldungen 11-2019

26. Mai 2019

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Rechte Hooligans gegen Salafisten

Mönchengladbach. Aus rechten Hooligan-Kreisen wird für Sonntag, den 2.Juni, zu einer Demonstration im Mönchengladbacher Stadtteil Rheydt aufgerufen. Um 14 Uhr will man sich unter dem Motto „Wir wollen keine Salafisten“ vor dem Rheydter Bahnhof treffen und nach einer Auftaktkundgebung zu der im Bau befindlichen Ar-Rahman-Moschee auf der Mittelstraße ziehen. Dort wolle man dann Würstchen und ein Spanferkel am Spieß grillen. Anschließend soll es dann weiter gehen zum Marktplatz, wo eine LKW-Bühne mit großer Soundanlage stehen soll. Dort wollen dann Edwin Wagensveld, der ehemalige „Pro NRW“-Funktionär Dominik Roeseler und ein „Überraschungsgast“ sprechen. Zur Mobilisierung sollen 2500 Aufkleber im gesamten Stadtgebiet verteilt werden. Angeblich hätten bereits Gruppen aus Düsseldorf, Köln, Essen und Duisburg ihre Unterstützung angekündigt. Aufgerufen wird zu „maximaler Provokation und voller Mobilisierung“ (hma).

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Die Sklavenhalter enteignen! – „Es müssen die geraubten Bilder zurückgegeben werden und die geraubten Löhne auch!“

25. Mai 2019

Ulrich Sander von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten forderte am 15.5.19 in Bielefeld, entschlossenes Handeln zugunsten der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeit. Sander sprach im Rahmen der Ausstellung gegen die AfD „Keine Alternative“ in Bielefeld, veranstaltet u.a. vom DGB und der VVN-BdA. Er betonte: „Die Sklavenhalter müssen endlich zahlen! Sie müssen gegebenenfalls enteignet werden, um Lohnnachzahlungen an die Opfer und auch an die Hinterbliebenen der Opfer zu leisten.“ Sanders Grundsatzreferat hatte das Thema „Verbrechen der Wirtschaft in der Nazizeit – und danach“.

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hma-meldungen 10-2019

10. Mai 2019

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Die Rechte“-Demo in Duisburg

Duisburg. Die Partei „Die Rechte“ hat am 1.Mai in Duisburg demonstriert. Nach eigenen Angaben hatten sich 300 Anhänger der extremen Rechten im Stadtteil Wanheimerort versammelt und waren vom Bahnhof Schlenk bis zum Bahnhof Hochfeld-Süd gezogen. Zahlreiche Teilnehmer der Veranstaltung trugen dabei rote Solidaritäts-T-Shirts für die inhaftierte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck. Neben einem Vertreter des Duisburger Kreisverbandes von „Die Rechte“ sprachen auf den beiden Kundgebungen Matthias Deyda aus Dortmund, die beiden Düsseldorfer Manfred Breidbach und Sven Skoda sowie Christian Worch aus Parchim. Außerdem wurde ein Grußwort von Ursula Haverbeck verlesen. An den antifaschistischen Gegenprotesten nahmen mehrere tausend Menschen der verschiedensten politischen Spektren teil (hma).

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Die Erinnerung wachhalten: Aus dem Geschehenen lernen

4. Mai 2019

Dritter Band der „Kinder des Widerstandes“ ist erschienen
Da sind 28 „Kinder des Widerstandes“ im vorgerückten Alter. Sie haben sich in drei kleinen roten Büchern zu Wort gemeldet. Zuerst trauten sich die Frauen, inzwischen ist das Verhältnis 17 Frauen zu elf Männern, die über ihre Kindheit und Jugend als Nachkommen von Widerstandskämpfern und Opfern des Faschismus berichten bzw. sich als Freunde dieser Menschen zu Wort meldeten.

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Helmuth und Greta – Über die Widerständigkeit damals und heute

30. April 2019

Frauen sollen nur dann etwas werden könne, wenn sie „etwas leisten“. Die 16jährige Greta Thunberg hat etwas geleistet, was unmöglich erschien: Die Welt aufgerüttelt. Aber diese Leistung wird z.B. von der FDP heruntergemacht. Dass unabhängige junge Menschen etwas leisteten, was Gleichaltrige (jene mit der Gnade der späten Geburt) nicht schafften, – siehe Weiße Rose, Edelweißpiraten und jugendliche „Rundfunkverbrecher“ -, das wird bis heute nicht anerkannt. Am autonomen Jugendwiderstand wirkten über 250  Jugendliche mit, die von 1933 bis 1945 von den Nazis als Widerstandskämpferinnen und -kämpfer zum Tode verurteilt und ermordet wurden. Allein in der Zeit von der ersten Flugblattverteilung der Weißen Rose im Juni 1942 bis zur letzten Gerichtsverhandlung gegen Weißen-Rose-Mitglieder im Oktober 1943 wurden fast 50 ebenfalls sehr junge Widerstandskämpfer verurteilt und hingerichtet. Sie sind weithin unbekannt geblieben. Greta ruft zum Widerstand. Und es gibt Vorbilder.

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Redebeitrag von Marko Röhrig zur Gedenkfeier in der Wenzelnberg-Schlucht

28. April 2019

Werte Gäste dieser Gedenkfeier!

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe antifaschistischen Freundinnen und Freunde!
Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Für die Möglichkeit heute hier sprechen zu dürfen, möchte ich mich recht herzlich bedanken – auch – ausdrücklich im Namen unserer Familie.

Dieser Dank gilt dem VVN/Bund der Antifaschisten NRW, dem VVN/BdA Kreisverband Remscheid und auch noch mal ganz besonders der Stadt Langenfeld und persönlich Herrn Voss und Herrn Bürgermeister Schneider.

Tatsächlich war es mir (und unserer Familie) ein besonderes und persönliches Anliegen, für die diesjährige Gedenkfeier einen Beitrag zu leisten.

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