Die Jugend macht es vor

1. Juni 2026

Heute ist der Umweltschutz, vor allem das Klima das ganz große Thema der Jugend. Doch die Entwicklung bleibt nicht stehen. Fridays for Future (FFF) beriet sich vor einiger Zeit in Dortmund-Wischlingen. Auch Workshops gegen das Militär und gegen den Kapitalismus fanden dort Zuspruch. Greta Thunberg, die 16-jährige Begründerin der FFF-Bewegung sagte etwas sehr Wichtiges: „Ich verlange nicht, dass man uns Kindern zuhört, sondern dass man wissenschaftliche Erkenntnisse ernst nimmt.“ Ernst genommen werden sollten bei FFF außer den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen auch die anderer Wissenschaften und der Friedensforschung, rieten Autoren der Süddeutschen Zeitung und empfahlen Greta Thunberg und ihren Anhängern freitags ein paar neue Schilder mitzubringen. Und zwar gegen das Wettrüsten und die Gefahr des Atomkrieges. (SZ 3.8.19) Noch geschieht dazu zu wenig. Das wird später einzuschätzen sein, von Generationen nach uns. Wenn es sie noch geben sollte.
Zu den neuen Schildern die nötig sind. Die sieht man nun bei Schulstreiks. Dazu teilt Euch mit, was Ulrich Sander am 8. Mai 2026 in Dortmund zur Jugend des Schulstreiks sagte:


Ich spreche im Namen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten, gegründet 1946. Ich bin vom Jahrgang 1941. Das älteste Erlebnis, an das ich mich erinnern kann, ist jenes von der Bombardierung meiner Heimatstadt Hamburg im Jahr 1944. Ich werde dies furchtbare Erlebnis nie vergessen.
Den 8. Mai 1945, den Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus, erlebte ich in einem Flüchtlingslager in Mecklenburg. Es kamen Russen in unser Dorf. Einer von ihnen hatte an die Wand des Berliner Reichstags geschrieben: „Wir kamen zu Euch und hoffen, dass ihr nie wieder zu uns kommt.“ Der USA-Präsident Roosevelt nannte in jenen Tagen als oberstes Ziel die „Zerschmetterung des deutschen Militarismus“. Das ist auch ein Auftrag des Grundgesetzes, das in Artikel 139 bekräftigt, dass die Bestimmungen „zur Befreiung des deutschen Volkes von Nationalsozialismus und Militarismus“ weiterhin in Kraft sind. Die AfD ist somit illegal und gehört verboten.
Heute wird eine wüste Hetze gegen die sowjetischen Befreier von 1945 betrieben. Wir sollen uns auf einen neuen Krieg gegen die Russen einstellen, so wie 1914 und 1941. Wir sagen jedoch: Wir wollen Frieden und keinen Krieg. Verhandeln statt schießen ist die Devise.

Am 1. Mai im Dortmunder Westfalenpark kam die Jugend zu Wort. Keine Wehrpflicht! war Eure Hauptforderung. Und dann eine wirkliche Bildungs-, Klima- und Sozialpolitik und daher Schluss mit den irrsinnigen Ausgaben für die Rüstung.

Es ist gut, dass ihr den Aufruf der Arbeiterbewegung zum politischen Streik, wie ihn Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg propagierten, aufgegriffen habt. Den Schülerinnen und Schülern ist zu danken, dass sie den älteren Menschen sagen, wo es lang geht! 

Meine Frau und ich haben zwei Söhne, zwei Enkelkinder und eine Urenkelin, und wir sagen mit Reinhard Mey: Nein, meine Kinder geb ich nicht.

Als ich dereinst gemustert wurde, stellte man meine Dienstunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen fest. Dennoch wurde mir ein Wehrpass ausgestellt und darin stand „tauglich für Ersatzreserve zwei“. Da habe ich verweigert. Meine Empfehlung für heute: Keinen Fragebogen ausfüllen und nicht zur Musterung gehen.

Die Sache mit der Reserve wurde durch Eure Streiks erst richtig bekannt. Wenn ihr länger ins Ausland fahren wollt, sollt ihr die Bundeswehr um Erlaubnis fragen. Ihr sollt Reservisten sein – bis zum Rentenalter. Der Bundeswehrminister teilte kürzlich mit: In den nächsten zehn Jahren soll die Zahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten von 180.000 auf 260.000, die Zahl der ständig einsatzbereiten Reservisten auf 200.000 steigen. Es sollen sich also mindestens 460.000 Soldaten ständig zur Verfügung halten. Und zwar für den Dienst im In- und Ausland. Denn die Notstandsgesetze sehen auch die Amtshilfe der Soldaten im Einsatz gegen die eigenen Landsleute vor, falls diese endlich mal zu einer volksfeindlichen Politik der ‚Kanonen statt Butter‘ massenhaft Nein sagen. Und auf die Straße und in den Streik gehen.

Ganze Zeitungsseiten und hunderte Sendeminuten mit Kriegshysterie müssen wir täglich hinnehmen. Und nie auch nur eine Spalte oder Stunde mit Alternativen aus der Friedensbewegung. Solche Medien verstoßen gegen das Friedensgebot des Grundgesetzes und gegen Artikel 26 zum Verbot der Vorbereitung eines Angriffskrieges. Und Artikel 139, Befreiung vom Nazismus und Militarismus. In der Präambel der Verfassung heißt es, dass das deutsche Volk „dem Frieden der Welt zu dienen“ habe.
Ulrike Eifler von der IG-Metall rief kürzlich dazu auf, „der politischen Klasse das Leben zur Hölle zu machen“, wenn sie glaubt, „sie müssten sich nicht an das Friedensgebot im Grundgesetz halten.“ Jawohl, darum geht es. +++

Über die Widerständigkeit der Jugend in den 200 Jahren siehe hier:
https://www.ossietzky.net/artikel/unvergessen-widerstand-und-opfer-der-jugend/

Über Krupp in Essen und die anderen

1. Juni 2026

Enthüllungen über die Verbrechen der Wirtschaft 1933-1945

Buchvorstellung in der VHS Essen am 27.05.2026

Die Volkshochschule Essen veranstaltete am 27. Mai in Kooperation mit der VVN-BdA eine Buchpräsentation: zum Thema „Wirtschaftseliten und NS-Verbrechen an Rhein und Ruhr“
Es wurde in einer VHS-Information festgestellt: Die Entstehung und Stabilisierung des NS-Regimes beruhte auf der aktiven Unterstützung durch Wirtschaftsführer und ihre Unternehmen. Bei den Planungen für Krieg und Massenmord fungierten sie als Akteure und Profiteure zugleich. Ihre Wirtschaftspolitik stützte sich auf die Ausbeutung von Gefangenen, Zwangsarbeitern und den Opfern der Arisierung. 
Ulrich Sander informierte über das von ihm herausgegebene Buch „Von Arisierung bis Zwangsarbeit“ (papy rossa, Jahr 2012) und seine Wirkungen. Darin werden die Verstrickungen von Kapital und Faschismus am Beispiel des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen untersucht.
Die Volkshochschule informierte weiter: „Die Studie versammelt Fälle von Abs bis Zangen, von Krupp bis Oetker. Sie zeigt, wie Industrielle von der Beseitigung der Demokratie profitierten oder am Holocaust verdienten. Die Firma Krupp etwa feierte vor einigen Jahren ihr 200. Jubiläum und betonte dabei ihre Philosophie eines ‚humanen Kapitalismus‘. Sanders Recherchen zeichnen ein anderes Bild: Das Unternehmen gehörte zu den größten Profiteuren der Kriegswirtschaft und setzte systematisch Zwangsarbeiter ein.“

Ein pensionierter Lehrer schrieb nach Erscheinen des Buches mit der ersten Bilanz der Kampagne „Verbrechen der Wirtschaft an Rhein und Ruhr 1933 bis 1945“ in einer Bochumer Antifa-Zeitschrift:

„Der Autor der folgenden Zeilen unterrichtete 35 Jahre lang Erwachsene im Zweiten Bildungsweg und bedauert, dass das Buch erst jetzt erschienen ist. – Vieles von dem, was von Ulli Sander und seinen Koautoren zusammengetragen worden ist, war seit 1945 bekannt, verfiel aber im hegemonialen Diskurs der kollektiven Erinnerungslosigkeit. Es wird in dem Sammelband mit Nachdruck wieder ins Gedächtnis gerufen. Vieles ist in dieser Eindringlichkeit auch mir wieder neu. – Über die Verbrechen der größten kapitalistischen Konzerne konnte lange Zeit das Schweigen ausgebreitet werden. Erst mit der neu beginnenden Debatte um ‚Arisierung und Zwangsarbeit‘ Ende der 90ger Jahre des vorigen Jahrhunderts musste neu nachgedacht werden. Zunächst versuchten die Konzerne es mit Leugnen, mit angeblich fehlenden Unterlagen und sonstigen Ausreden Dann aber kam Stück für Stück ein Teil der historischen Wahrheit ans Licht: Die Brutalität, mit der die Profitlogik gerade auch im Ruhrgebiet durchgesetzt wurde, erschreckt immer wieder. Und es wird noch einmal vor Augen geführt, dass die allgemeine Entschuldigung, die seit dem 8. Mai 1945 aufgesagt wurde, nämlich ‚Wir haben von nichts gewusst‘ oder ‚Wir mussten auf äußeren Druck so handeln‘ immer schon eine mangelhafte Schutzbehauptung war: Wie konnte es z. B. Bochumer Bürgern verborgen bleiben, dass ein Siebtel der Einwohnerschaft 1944 Zwangsarbeiter waren, deren 130 Lager ‚man‘ kannte, die einem im Betrieb oder beim Marsch vom Lager in die Bochumer Unternehmen begegneten? – Es sei darauf hingewiesen, dass auch die Bochumer VVN – BdA mit einem wichtigen Beitrag von Klaus Kunold, unserem vor einem Jahr leider verstorbenen Vorsitzenden, und Günter Gleising mit Tatorten der Wirtschaft und ihren Verbrechen im Faschismus beteiligt ist. Für Anfänger und Fortgeschrittene in Sachen antifaschistischer Bildung dringend zu empfehlen!“

Wer über die Wirtschaftsgeschichte 1933-1945 in NRW und die Kampagne der VVN-BdA mehr wissen will, gehe zu:
http://www.verbrechen-der-wirtschaft.de.
Das ist das Eröffnungsbild und die Startseite.

Wenn man etwas runter scrollt, kann man am rechten Bildschirmrand in der NRW-Landkarte einzelne Städte auswählen. Beim Anklicken der Stadt Essen kommt man zu:
http://www.verbrechen-der-wirtschaft.de/essen.html.

Zur neusten Entwicklung geht es hier entlang:
https://verbrechen-der-wirtschaft.vvn-bda.

Wenn Sie das komplette Referat der Veranstaltung in Essen lesen möchten, schicken Sie bitte eine Anfrage an folgende e-Mail-Adress: nrw@vvn-bda.de

Auf der folgenden Seite finden Sie noch einige interessante Foto-Beiträge zu dem Thema:
https://r-mediabase.eu/themenfotografie/verbrechen-der-deutschen-wirtschaft/

Gedenkveranstaltung zum 8. Mai in Herten

18. Mai 2026

Am 08. Mai 2026 fand auf dem Gelände der Zeche Schlegel & Eisen in Herten – Langenbochum eine Gedenkveranstaltung zum Tag der Befreiung statt. Veranstalter waren gemeinsam die DGB Ortsgruppe Herten und der Kreisverband Recklinghausen der VVN-BdA. Einen ausführlichen Bericht von der Veranstaltung finden Sie hier.

„antifa“ Länderseite NRW- Ausgabe Mai/Juni

1. Mai 2026

Die aktuelle antifa-Zeitschrift Ausgabe der Länderseiten NRW vom Mai/Juni 2026 finden Sie hier.

Anmerkung: Sollte der link nicht sichtbar sein, klicken Sie „… weiterlesen >>“

8. Mai – Neusser Gedenken an ZwangsarbeiterInnen

1. Mai 2026

Nachdem am 1. Mai auf dem Neusser Friedhof an der Rheydter Strasse den WiderstandskämpferInnen gegen den Hitler Faschismus gedacht wurde, findet am 8. Mai, dem Tag der Befreiung, eine weitere Gedenkveranstaltung auf dem selben Friedhof statt. An dem Termin laden die Kreisvereinigung Neuss der VVN-BdA und der Neusser offene Antifaschistische Treff (OAT) zu einer Gedenkveranstaltung zu Ehren der in Neuss eingesetzten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter ein. Treffen ist um 17:00 Uhr am Eingang des genannten Friedhofs. Von dort aus gehen alle gemeinsam zu den Stellen, die auch heute noch an das Schicksal dieser Menschen erinnern.

Die Einladung zu der Veranstaltung finden Sie hier.

AFD Stadtrundgang Düsseldorf 27.04.2026

29. April 2026

AfD bedient sich an „Versatzstücken der NS-Ideologie“

Obdachlose und suchtkranke Menschen sollen von der Stadtmitte an den Rand der Stadt verdrängt werden, fordert die AfD in Düsseldorf. Nachdem die Bergische Kaserne nicht mehr infrage kommt, schlagen sie das Hafengebiet in Reisholz vor. Die AfD bediene damit sich an „Versatzstücken der NS-Ideologie“, heißt es von Düsseldorfer Straßenmagazin Fiftyfifty.

Etwa 40 AfDler spazierten unter dem Motto „Müll, Gewalt und Drogen“ zur Ortsbesichtigung der bekannten Brennpunkte. Bereits ab dem Nachmittag formte sich energischer Protest auf dem Worringer Platz. Das Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ hatte dazu aufgerufen.

In einem aufgebauten Käfig am Worringer Platz versammelten sich Menschen, die ehemals suchtkrank oder obdachlos waren. Aus dem „Freiluftgehege“ sprach Gisa zu den Anwesenden. Die AfD nehme sich heraus, sie wie ein Tier im Zoo zu behandeln, kritisierte sie den geplanten Rundgang. An das Gitter des Käfigs hatten die Aktiven Bananen gehängt. „Wir lassen uns nicht zum Affen machen“, stand auf einem Banner.

Die an dem AfD-Rundgang Teilnehmenden genossen massiven Polizeischutz. Bereits vor der ersten geplanten Station, der Zentralbibliothek beendete eine Sitzblockade jedoch den Rundgang. Dort beteiligten sich noch mehr Demonstrierende. Die „Omas gegen Rechts“ waren ebenso vor Ort wie die Gewerkschaft verdi das Forum Freies Theater (FFT).

Später gab es im Bürgerhaus Bilk eine weitere Veranstaltung. Dorthin hatte der AfD-Kreisverband Düsseldorf die Landtagsabgeordnete Lena Kotré aus Brandenburg eingeladen. Sie ist eine Vertreterin der sogenannten Remigration.

Zu den menschenverachtenden Vorschlägen der AfD erklärte Oliver Ongaro, Streetworker beim Straßenmagazin Fiftyfifty: „Was wir brauchen, sind gute Konzepte – und das geht nur zusammen.“

Falk Mikosch – Landessprecher VVN-BdA NRW

Archiv antifa Länderseiten NRW

27. April 2026

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Tag des Gedenkens an die sowjetischen Opfer von Krieg und Faschismus

23. April 2026

Bericht der diesjährigen Gedenkfeier vom Russenfriedhof Bergkamen

Am 02.03.2026 um 14:45 schrieb das Russische Generalkonsulat an die VVN-BdA NRW:
Ab 2026 wird am 19. April in Russland der Tag des Gedenkens an die Opfer des Völkermordes an dem sowjetischen Volk durch die Nazis und ihre Helfershelfer während des Großen Vaterländischen Krieges begangen. – In diesem Zusammenhang führte das Generalkonsulat der Russischen Föderation in Bonn am 19. April 2026, um 11:00, eine Kranzniederlegungszeremonie auf dem „Russenfriedhof“ in Bergkamen (Pantenweg 36, 59192 Bergkamen) durch.

Auf dieser Grabstätte ruhen die Überreste von Bürgern der UdSSR – Zwangsarbeitern, die während des zweiten Weltkrieges unter unmenschlichen Bedingungen in den Kohlebergwerken von Bergkamen gearbeitet haben. Mehr als 100 von ihnen sind infolge des Grubenunglücks vom September 1944 auf der Zeche „Grimberg 3/4“ ums Leben gekommen.

Für die VVN-BdA sprach Christa Bröcher Worte des Gedenkens. Unter anderem sagte sie:

„Gedenken bedeutet für uns, den Opfern des Naziregimes, den Verschleppten, Misshandelten, Erniedrigten, oft schlimmer als Vieh Behandelten ihre menschliche Würde wiederzugeben, ihren Widerstand, den sie mit ihren Leben bezahlten, nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und ihr Andenken zu ehren…. Immer noch wissen zu wenige Menschen, was Faschismus an der Macht bedeutet. Denn die offizielle Gedenkkultur ist auch eine Geschichte des Vergessens, des Nicht-Erwähnens, des Auslassens von unliebsamen Fakten:… So dass  27 Millionen die Völker der Sowjetunion beklagen mussten! … Dem Vormarsch der Roten Armee Richtung Westen und dem der US- amerikanischen Armee nach Osten verdanke ich, dass ich meinen Großvater Toni Melchers noch kennenlernen durfte. Am 29.6.1947 verstarb er viel zu früh an den Folgen der erlittenen Haft und des Todesmarsches. … Für die VVN/BdA und für viele Initiativen und Organisationen, mit denen wir zusammenarbeiten, kann ich sagen. Wir werden keinen Schlussstrich unter Erinnerung und Gedenken ziehen Denn: Die Vergangenheit ist erst dann bewältigt, wenn die Ursachen für diese Vergangenheit bewältigt sind. Und davon sind wir weiter denn je entfernt.“

Aus ANTIFA Nov/Dez. 2024: 

Sehr persönlich gehaltene Kurzbiografien von Ermordeten haben Hannelore Tölke und Dimitry Kostovarov in „Zur Erinnerung nach 80 Jahren“ (Dortmund, Eigenverlag und Alldeutsche Kriegsopferdaten Memorial e.V.) zusammengefasst. Sie schrieben u.a. über ein weiteres Grubenunglück und über ihre Forschungen:
Die sowjetischen Bürger Michail G. Kondakow (23 J.), Pjotr A. Ponomarenko (27 J.), Sejnal S. Aliew (46 J.) , Gawriiil F. Wasilatij (32 J.) und Alexandr P. Solotow (29 J.) hatten als Soldaten am Kampf für die Befreiung ihrer Heimat und Europas vom Faschismus teilgenommen. Ihre Schicksale werden im Heft von Tölke und Kostovarov geschildert. Als Sklavenarbeiter kamen sie beim Grubenunglück am 3. April 1944 auf der Zeche Sachsen in Hamm-Heesen ums Leben. Nur die 56 deutschen Opfer wurden bisher geehrt, nicht aber 113 verunglückte Zwangsarbeiter, zwölf Zivilarbeiter und 96 sowjetischen kriegsgefangenen Bergleute sowie die genannten Fünf. Weitere Namen werden in einer anderen Broschüre genannt. Und zwar stellvertretend für 3,3 Millionen sowjetische Kriegsgefangene, die in Deutschland ums Leben kamen, an Hunger, Krankheiten, Misshandlungen starben. 1,7 Millionen haben überlebt. – Dazu schrieb Hannelore Tölke:
Das Gedenkbuch findet sich unter folgendem Link https://kriegsopferdaten.de/category/gedenkbuch/

1. Mai – Ehrung Neusser Widerstandskämpfer:innen

23. April 2026

Die Kreisvereinigung Neuss der VVN-BdA richtet alljährlich am 1. Mai eine Gedenkveranstaltung zu Ehren der Neusser Widerstandskämpfer:innen gegen den Hitler-Faschismus aus. Auch in diesem Jahr findet eine Gedenkveranstaltung auf dem Neusser Friedhof an der Rheydter Strasse statt. Treffen ist um 09:00 Uhr am Haupteingang des Friedhofs. Von dort aus gehen alle gemeinsam zu den Gräbern von Hermann Düllgen und August Höhfeld, wo die Gedenkfeier stattfindet.

Die Einladung zu der genannten Veranstaltung finden Sie hier.

Fotos Gedenkfeier Wenzelnberg – 19.04.2026

22. April 2026

Hier noch einige Fotos von der Veranstaltung am Wenzelnberg in Langenfeld:

Alexandra Mehdi – VVN-BdA Solingen

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