AFD Stadtrundgang Düsseldorf 27.04.2026
29. April 2026
AfD bedient sich an „Versatzstücken der NS-Ideologie“
Obdachlose und suchtkranke Menschen sollen von der Stadtmitte an den Rand der Stadt verdrängt werden, fordert die AfD in Düsseldorf. Nachdem die Bergische Kaserne nicht mehr infrage kommt, schlagen sie das Hafengebiet in Reisholz vor. Die AfD bediene damit sich an „Versatzstücken der NS-Ideologie“, heißt es von Düsseldorfer Straßenmagazin Fiftyfifty.
Etwa 40 AfDler spazierten unter dem Motto „Müll, Gewalt und Drogen“ zur Ortsbesichtigung der bekannten Brennpunkte. Bereits ab dem Nachmittag formte sich energischer Protest auf dem Worringer Platz. Das Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ hatte dazu aufgerufen.
In einem aufgebauten Käfig am Worringer Platz versammelten sich Menschen, die ehemals suchtkrank oder obdachlos waren. Aus dem „Freiluftgehege“ sprach Gisa zu den Anwesenden. Die AfD nehme sich heraus, sie wie ein Tier im Zoo zu behandeln, kritisierte sie den geplanten Rundgang. An das Gitter des Käfigs hatten die Aktiven Bananen gehängt. „Wir lassen uns nicht zum Affen machen“, stand auf einem Banner.
Die an dem AfD-Rundgang Teilnehmenden genossen massiven Polizeischutz. Bereits vor der ersten geplanten Station, der Zentralbibliothek beendete eine Sitzblockade jedoch den Rundgang. Dort beteiligten sich noch mehr Demonstrierende. Die „Omas gegen Rechts“ waren ebenso vor Ort wie die Gewerkschaft verdi das Forum Freies Theater (FFT).
Später gab es im Bürgerhaus Bilk eine weitere Veranstaltung. Dorthin hatte der AfD-Kreisverband Düsseldorf die Landtagsabgeordnete Lena Kotré aus Brandenburg eingeladen. Sie ist eine Vertreterin der sogenannten Remigration.
Zu den menschenverachtenden Vorschlägen der AfD erklärte Oliver Ongaro, Streetworker beim Straßenmagazin Fiftyfifty: „Was wir brauchen, sind gute Konzepte – und das geht nur zusammen.“
Falk Mikosch – Landessprecher VVN-BdA NRW






