Die Mundtotmacher

8. März 2019

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Ulrich Sander und Karl Liebknecht

Ulrich Sander über kalte Krieger

The same procedure as every year! In Bayern wird der Verfassungsschutzbericht zum Vorjahr stets im Sommer vorgelegt. Und jedes Jahr muss ein Zitat von Ulrich Sander dabei sein, das belegen soll, dass die VVN-BdA eine linksextremistisch beeinflusste Organisation ist. Das äußere sich darin, so die verleumderische These, dass diese Organisation einen „kommunistisch orientierten Antifaschismus verfolgt“ und die „parlamentarische Demokratie“ als Vorstufe zum Faschismus bekämpft. Im letzten Jahr wurde der VS Bayerns bei der UZ fündig. In einem Beitrag zu „70 Jahre VVN als Friedensbewegung“ war die VVN-Losung gegen den Hauptfeind zu lesen: „Deutsche Großmachtträume platzen lassen“, schrieb ich. Das sei Originalton Karl Liebknecht, meinte der VS.

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Nach INF-Kündigung droht die atomare Katastrophe

6. März 2019

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Bernhard Trautvetter, VVN- und Friedensaktivist aus Essen, hat in „Ossietzky“ eine tief gehende Einschätzung der Gefahren für den Frieden – auch und gerade für den Frieden in unserem Bundesland NRW – veröffentlicht, die sich nach der Aufkündigung von INF durch die USA ergeben. Gleich ob es neue Mittelstrecken-Nachrüstungs-Lügen geben wird und ob eine solche Rüstung wirklich wahr wird, für NRW ist schon jetzt die Gefahr groß, dass es zum Ziel von Raketenschlägen wird. Denn mit dem NATO-Kommando für Flugobjekte aller Art in Kalkar und Uedem und mit dem NATO-„Gehirn“ JAPCC – in Kalkar stationiert und jährlich in Essen tagend – bestehen Einrichtungen aggressiver Kriegsführung gegen den Osten, die uns alle beunruhigen müssen. Das wird im folgenden Beitrag thematisiert, – aber was bei Drucklegung von „Ossietzky“ noch nicht bekannt war, kommt nun noch hinzu. Die Schaffung und Stationierung von neuen Spionageflugzeugen der Bundeswehr und der NATO in Geilenkirchen, die in Angriff genommen wurden. Obwohl damit die Bombenziele in Russland erkundet werden sollen, nennt die Bundeswehrführung (und Medien wie die „Süddeutsche“) das Projekt eines, das den Frieden sicherer machen soll. Hier der Wortlaut von Bernhard Trautvetters Artikel, der zum Ostermarsch und auch zu den Herbstaktionen in Kalkar und Essen, die wieder notwendig werden, einstimmen soll.

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Aus Degussa/Degesch/Zyklon B wurde EVONIK

1. März 2019

Sponsoren für den Sport und für die Massenvernichtung

In die militarisierte Gesamtgesellschaft Deutschlands passten sich die IG Farben- und Degussa- wie Degesch-Nachfolger gut ein. Eine Betrachtung von Ulrich Sander

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Eigentums- und Machtverhältnisse bei Daimler, BMW und VW

1. März 2019

Von ehemals vielen deutschen Autoherstellern blieben drei, Daimler, BMW und VW übrig. Die drei sind Weltkonzerne. Sie wären nie so garoß geworden ohne die Rüstungsgewinne und die Zwangsarbeiterausbeutung im Zweiten Weltkrieg und als Komplizen der Nazis.

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hma-meldungen 05-2019

1. März 2019

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„Die Rechte“-Demo in Dortmund am 25.Mai

Dortmund. Die Partei „Die Rechte“ kündigt eine Demonstration in Dortmund anlässlich des 70.Jahrestages der Gründung der Bundesrepublik Deutschland an. “70 Jahre BRD? Wir feiern nicht!”, heißt es in dem Aufruf für den 25.Mai, einen Tag vor der Europawahl. In der BRD sei ein „System aufgebaut“ worden, dass „konsequent gegen das eigene Volk gerichtet ist“ und „als willige Marionette fremden Interessen dient und von den Herrschenden als Übergangsstadium in die „United States of Europe“ gesehen wird, die nach dem Vorbild der USA entstehen sollen“. Gefordert werden unter dem Aufruf „70 Jahre sind genug“ die „nationale Souveränität und ein starkes Deutschland in einem freien Europa!“. Stattfinden soll die Demonstration um 13 Uhr an einem bislang noch nicht genannten Ort in Dortmund. Im Vorfeld soll es eine „Informationskampagne“ geben. Außerdem wird zur Organisierung von „Reisegruppen“ aufgerufen (hma).

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Kritische AfD-Ausstellung „Keine Alternative“ im Land unterwegs

22. Februar 2019

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Kritische Ausstellung zur AfD „Keine Alternative“, hier am 06.02.2019 in Gelsenkirchen.

Die VVN-BdA hat im Sommer 2018 eine zweite Fassung ihrer AfD-Ausstellung vorgestellt, die auf elf Tafeln die zentralen Positionen der Partei kritisch hinterfragt, ideologische Kontinuitäten zum deutschen Faschismus belegt und an markanten Beispielen von AfD-Funktionären zeigt, wie diese Haltung im völkisch-nationalistischen Milieu verankert ist. Als Wanderausstellung „wandert“ sie derzeit durch Nordrhein-Westfalen, um die kritische Auseinandersetzung mit der sogenannten „Alternative für Deutschland“ zu fördern.

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hma-meldungen 04-2019

15. Februar 2019

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„Die Rechte“-Delegation in Budapest

Die Partei „Die Rechte“ hat sich Anfang Februar mit einer Delegation an der Gedenkveranstaltung „Festung Budapest“ in der ungarischen Hauptstadt beteiligt. Dieser gehörten Akteure aus Dortmund, dem Rhein-Erft-Kreis und aus Baden-Württemberg an. An der Veranstaltung, organisiert von der extrem rechten „Legio Hungary“, nahmen etwa 600 Menschen teil. Erinnert wurde an die „Verteidiger Budapests“, Wehrmachts- und SS-Verbände sowie Einheiten der Ungarischen Armee, die im Februar 1945 auf der Flucht vor der Roten Armee aus Budapest weitgehend dezimiert wurden. An einem anschließenden „Gedenkmarsch“, organisiert von der „Aktionsgruppe Börzsöny“, sollen bis zu 2500 Menschen teilgenommen haben. Darüber hinaus fand ein Rechtsrock-Konzert in Budapest statt, auf dem Bands aus Ungarn, Italien und Deutschland („Blutzeugen“) auftraten (hma).

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Hitler war kein Betriebsunfall

12. Februar 2019

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Günter Gleising: Verbrechen der Wirtschaft, RuhrEcho Verlag, Bochum 2017 – darunter liegend Karl Grünberg: Brennende Ruhr, Bochum 2010

Ulrich Schneider präsentiert Günter Gleisings neues Buch

„Hitler war kein Betriebsunfall“ – unter diesem Titel hat vor vielen Jahren der ehemalige Buchenwald-Häftling Emil Carlebach ein Buch auf den Markt gebracht, in dem er die Schritte der Machtübertragung an die NSDAP und Adolf Hitler auf der Basis von Selbstzeugnissen der politischen Akteure nachgezeichnet hat. Er wies detailliert nach, dass von einer „Machtergreifung“ oder gar „nationalen Revolution“, wie es in der faschistischen Selbstdarstellung hieß, keine Rede sein konnte. Es waren die politischen, militärischen und wirtschaftlichen Eliten des Deutschen Reiches, die auf Hitler setzten und den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg veranlassten, den Führer der NSDAP als Reichskanzler einzusetzen. Es ist bezeichnend, dass anlässlich des 85. Jahrestages des 30. Januar 1933 in der medialen Aufarbeitung dieses Thema weitgehend vernachlässigt wurde.

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Der schöne Schein des Gedenkens in Deutschland

11. Februar 2019

Seit vielen Jahren lässt sich Deutschland als Land der allerbesten Gedenkkultur feiern. Die VVN-BdA hat stets das Gedenken gepflegt, und sie wurde dafür nicht belobigt, bis in die heutige Zeit hinein, wird sie behindert – so mittels Eintrag in Verfassungsschutzberichte und Bespitzelung durch VS-Leute. In „Ossietzky“ ist ein kritischer Artikel erschienen, den wir mit Genehmigung des Autors veröffentlichen. Der schöne Schein des Gedenkens in Deutschland weiterlesen »

Zur Bedeutung der Kapitalismuskritik in der antifaschistischen Geschichtsarbeit

6. Februar 2019

Von Ulrich Sander

In der letzten großen Finanzkriese wurde es wieder erkennbar: Alles wird zum Wohle der Finanzindustrie getan, und die Steuerzahlen haben es zu bezahlen. Mitwirkung der Banken an der Schadensbegrenzung? Null. Es ist wie zu Zeiten der Finanzkrise ab 1929 und des Panzerkreuzerbaus von 1931. Die Widersprüche des Kapitalismus verschärften sich – bis die reaktionärsten Kapitalisten sich auf den Ausweg der faschistischen Entwicklung konzentrierten. Jetzt werden wir wieder Zeuge davon, wie Demokratie abgebaut wird und zwar weltweit. Die Massen werden mit den Krisenfolgen belastet. Antifaschistische Erinnerungsarbeit sollte nie die ökonomischen Entwicklungen der Krise unbeachtet lassen, weder jene der 30er Jahre noch der heutigen. Von Fragen der „politischen Ökonomie“ der Erinnerungsarbeit handelt der folgende Beitrag aus dem Projekt „Verbrechen der Wirtschaft 1933-1945“ an Rhein und Ruhr.

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